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Geschichte & Verfassung

Die Geschichte und die Verfassung USA. Die Entstehungsgeschichte der USA und die amerikanischen Kolonien.

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Entstanden sind die USA aus dreizehn gegen England rebellierenden Kolonien. Das Königreich hat seine Kolonien immer als ganz abhängige Territorien ohne eigene politische Vertretung oder Lobby betrachtet. Dies war ein Fehler, wie die Boston Tea Party zeigte. „No taxation without representation“ - das war einer der Slogans der Unabhängigkeitsbewegung. Alles in allem gab es vielfältige Interessen, die schließlich zum durch Frankreich unterstützten Unabhängigkeitskrieg (1775-1784) führten. Anführer der Revolution wurde der frühere britische General George Washington. Unter seiner Führung erkämpften die Kolonien einige bedeutende Siege, darunter die am Delaware (1776), bei Saratoga (1777) und Yorktown (1781). Im Jahr 1778 traten Frankreich und Spanien auf Seiten der Kolonien in den Krieg ein. Nach schweren Niederlagen und bedroht auch durch zwei europäische Mächte erleidet England seine erste Niederlage seit dem Hundertjährigen Krieg.

Die amerikanischen Kolonien formen sich in Staaten um und geben sich die ersten liberalen Verfassungen der Geschichte und bilden zunächst eine lockere Könderation, doch 1787 verwandelt sich eine Kommission, deren Aufgabe die Reform der Könderation war, in eine Verfassunggebende Versammlung. Diese beschließt die Constitution und schafft damit für alle diese Verfassung ratifizierende Staaten eine neue Union.

Der Aufbau der Union ist klar geregelt. Die verfassungsmäßigen Gewalten sind Montesquieu folgend auf drei Organe verteilt. Alle legislative Macht der Union obliegt dem Kongress. Der Präsident ist die Exekutive - es gibt keine Kollegialität der Regierung. Die Jurisdiktion obliegt allein den Gerichten, von denen allein der Supreme Court als oberstes Gericht der Union in allen Rechtsfragen in der Constitution bestimmt wird. Doch die Unionsebene sollte niemals über alle Macht verfügen. Im Gegenteil sollte die Zuständigkeit der Bundesverwaltung sich nur auf ganz bestimmte "enumerated powers" beschränken, während die Einzelstaaten in ihren Belangen ansonsten absolut frei sein sollten. Doch von Anfang an haben alle drei Gewalten auf Bundesebene ihre jeweiligen enumerated powers nach eigenem Bestreben immer weiter ausgedehnt und Generalklauseln und Unbestimmtheiten im Verfassungstext dazu ausgenutzt.

Schon recht bald folgte die erste "Nullification Crisis", als der Staat South Carolina, später auch weitere Südstaaten, die Gültigkeit der Verfassung für ihr Gebiet anzweifelten und postulierten, jeder Staat könne die Union gegebenenfalls wieder verlassen.

Im Jahre 1803 vergrößerte Thomas Jefferson das Staatsgebiet der USA illegal durch den Kauf des Louisiana Purchase von Napoleon um rund hundert Prozent.

Von 1812 bis 1814 tobte der Britisch-Amerikanische Krieg. Die USA unternahmen den Versuch, Kanada zu erobern, doch trotz des Kampfes mit Napoleon errangen die Briten bedeutende Siege und zwangen die USA zur Aufgabe des Vorhabens.

Zwischen 1820 und 1860 vergrößern sich die USA weiter, teils durch Landkauf, teils durch Krieg. Die Bevölkerung wächst von 9.6 Millionen auf 31.3 Millionen, dies jedoch hauptsächlich im Norden.

Mit dem "Sectional Rift", dem Auseinanderdriften der Entwicklung und Interessenlage in Nord und Süd, machen sich die USA auf den Weg zum Civil War. Die Entwicklung wird beschleunigt durch das Zusammenbrechen des alten Parteiensystems. Die Sklavenfrage ist von untergeordneter Bedeutung, als mit dem Wahlsieg Abraham Lincolns die Sezession beginnt. In einem vierjährigen Ringen, das von Norden allerdings immer mit "einem Arm auf dem Rücken" geführt wurde, wird der Süden schließlich nach Anfangserfolgen vernichtend geschlagen. Die Sklaverei wird abgeschafft, doch schon nach wenigen Jahren wird in der "Period Of Reconstruction" die Lage der Schwarzen im Süden wieder dramatisch verschlechtert.

Die nächste Periode der Geschichte des Landes ist durch die Korruption der Bundesregierung und allgegenwärtige Stagnation geprägt. Dies endet erst am Anfang des neuen Jahrhunderts, als unter McKinley und Roosevelt die USA zur Hegemonialmacht im amerikanisch-pazifischen Raum aufsteigen.

Mit Eintritt in den Ersten Weltkrieg wird das Land für eine kurze Zeit in die europäischen Angelegenheiten verstrickt, zieht sich aber schnell wieder aus diesem Chaos zurück, um nach der Weltwirtschaftskrise, die im Grunde direkte Folge des Ersten Weltkrieges und der Verschuldung der europäischen Mächte gegenüber den USA ist, im Zweiten Weltkrieg in die Weltpolitik zurück. Vorher erlebten die USA mit der Regierung von Franklin Roosevelt die größte Umstrukturierung und das stärkste Anwachsen der Bundesebene. Die wirtschaftlichen, politischen und staatsorganisatorischen Reformen machen die USA auch kriegstauglich, und nach dem Sieg über die Achsenmächte werden die USA zunächst alleinige Weltmacht, bevor sie sich diese Stellung über vierzig Jahre lang mit der UdSSR teilen müssen. Der Kalte Krieg bestimmt die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und führt die USA unter anderem in die Kriege in Korea und Vietnam, aus denen das Land nicht siegreich hervorgeht.

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